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Der Begriff '''Südsee''' ist eine gebräuchliche Bezeichnung für den .
Geographisch gehören zur Südsee alle Bereiche südlich des Breitengrades von .

Zentrale Inselgruppen sind die (''Rapa Nui'') gebildet.

Geschichte

Der Begriff ?Südsee? wurde vom spanischen geprägt, als dieser die von durchquert hatte und das vor ihm liegende Meer () ''Mar del Sur'' (?'''Südmeer'''?) nannte.

Von Núñez de Balboas 190 Soldaten waren nur noch 69 übrig, als sie an den Berg kamen, von dessen Gipfel man den großen See sehen sollte. In diesem Augenblick befahl er der Mannschaft stehen zu bleiben. Keiner sollte ihm folgen, denn diesen ersten Blick auf den unbekannten Ozean wollte er mit keinem teilen. Am 25. September 1513 sah er als erster Europäer den Pazifik. Nachdem er sich lange das Meer angesehen hatte, rief er seine Kameraden herbei, um seine Freude und seinen Stolz zu teilen.<ref name="xerezde">, Übersetzer: H. Külb).</ref>

Vier Tage später ging Núñez de Balboa an der Mündung des Sabanflusses einige Schritte ins Meer und nahm, als er salziges Weltmeerwasser feststellte, das ''Südmeer'' für seinen König in Besitz.

Südseeparadies

Im übertragenen Sinn ist die Südsee eine weit entfernte ? oft idealisierte ? Weltregion.

Als 1773 zum zweiten Mal nach Tahiti kam, befanden sich in seiner Begleitung die beiden naturwissenschaftlich gebildeten Deutschen und .
''?Ein Morgen war?s, schöner hat ihn schwerlich je ein Dichter beschrieben, an welchem wir die Insel O-Taheiti zwei Meilen vor uns sahen.?''
Die Berichte der frühen Entdecker bestimmten lange Zeit das Bild der Europäer von der Südsee. So schrieb zum Beispiel :
?Ein Arkadien, dessen Könige wir sein werden.?

s romantisch angehauchter Reisebericht ''Voyage autour du monde'' sowie Georg Forsters 1777 erschienene Reisebeschreibung ''A Voyage Round The World'' schienen s Menschenbild vom ?? zu bestätigen, den die Europäer auf gefunden zu haben glaubten. Er beschreibt es als ''?jardin d?Eden?'' (), der seinen Bewohnern alles böte, was sie zum Leben brauchten. Die Insulaner sah er als freundliche Menschen, die noch nicht von der Zivilisation verdorben seien. Der Bericht inspirierte zu seinem Essay ''Supplément au voyage de Bougainville,'' einer Verteidigungsschrift der sexuellen Freiheit.

Zu diesem Bild hat auch der französische Maler beigetragen. Seine Bilder geben nicht die Wirklichkeit wieder, sondern das exotische Paradies, das der Maler sich erträumte.

Von diesen Sehnsüchten profitierte auch der deutsche Schriftsteller mit seinen fiktiven Reiseberichten eines Südseehäuptlings, die er zwischen 1915 und 1920 unter dem Titel veröffentlichte. Das Buch wurde fünfzig Jahre nach dem Erscheinen zum Kultbuch und allein in deutscher Sprache mehr als 1,7 Millionen Mal verkauft.

Die Südsee in der Malerei

 heuerte  als Naturzeichner und den Landschaftsmaler  an, um die erste Forschungsreise von  in den Pazifik (1768?1771) zu begleiten und die Entdeckungen festzuhalten. Sie stellten die auf den , an den K�sten s und auf der  lebenden Menschen und ihren Lebensraum in Zeichnungen und Gem�lden dar. Der Maler  begleitete Kapit�n Cook auf seiner zweiten Expedition in die S�dsee, u.�a. nach Neuseeland, , zu den Gesellschaftsinseln, nach  und zur Osterinsel. W�hrend der dritten S�dsee-Expedition Cooks hielt  S�dsee-Motive u.�a. auf den ,  und  fest.

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 Perv-Guiljelmus Blaeuw.JPG|Alte Karte von Peru mit dem ''Mar del Sur''
 Hodges, Resolution and Adventure in Matavai Bay.jpg|, London)
 John Webber, A View in Ulietea (Raiatea).jpg|, ''A View in Ulietea (Raiatea)'', (Franz�sisch-Polynesien), Aquarell mit Bleistift und Tusche, ohne Jahr (, London)
 Paul Gauguin, No te aha oe riri (Why Are You Angry?), 1896, 1933.1119, Art Institute of Chicago.jpg|)

Brooklyn Museum - South Sea Islander (Südsee-Insulaner II) - Emil Nolde.jpg|)
The Sea IV 2012, Öl auf Leinwand 101 x 182 cm, Werkverzeichnis 6-12, gemalt in Vanuatu.jpg|: ''The Sea IV'', Öl auf Leinwand, 2012, gemalt in Vanuatu
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 erreichte im April 1891 Tahiti, malte dort 66 Gem�lde, verlie� die Insel aufgrund gesundheitlicher und finanzieller Schwierigkeiten Anfang 1892 wieder und kehrte im September 1895 von Paris nach  zur�ck. Er starb 1903 auf den . Mit seinen S�dseebildern wurde Gauguin ein Wegbereiter des .  nahm 1913/14 an einer  nach  (damals ) teil.  lebte von Mai 1914 bis zum Ausbruch des  auf den  .  besuchte 1931 Tahiti.  reiste 1988 nach Polynesien und Neuseeland.  fuhr 1995 an Bord eines Frachtschiffes zu den Marquesas () und malte anschlie�end in seinem Atelier S�dseebilder.  malte 2001/2002 auf den , in , in  und , es folgten Arbeitsaufenthalte in Papua-Neuguinea u.�a. auf den  (2012).

Literatur

  • Dirk Sangmeister: ''Das Feenland der Phantasie. Die Südsee in der deutschen Literatur zwischen 1780 und 1820.'' In: Studien II.'' Berlin: Berlin Verlag Arno Spitz, 1998. S. 135?176.
  • : ''Wellen der Südsee.'' In: ''Ingo Kühl Nordsee ? Südsee.'' S. 18, 20, Verlag der Kunst Dresden, Verlagsgruppe Husum 2004, ISBN 3-86530-001-4.
  • Christiane Küchler Williams: ''Erotische Paradiese: Zur europäischen Südseerezeption im 18. Jahrhundert''. Wallstein Verlag 2004, ISBN 978-3-89244-808-2. Williams promovierte 2001 in Germanistik und Philosophie an der Northwestern University.
  • : ''Das Prachtboot. Wie Deutsche Kunstschätze der Südsee raubten.'' S. Fischer, Frankfurt am Main 2021, ISBN 978-3-10-397036-4.

Weblinks

Einzelnachweise